Die Ankunft

Uff! Das war anstrengend. Die ersten acht Stunden Flug von Düsseldorf nach New York waren ja noch sehr kurzweilig. Jeder Passagier hatte einen „narkotisierenden“ Multimedia-Bildschirm vor seiner Nase, mit der er sich sein Film- und Musikprogramm ganz individuell zusammenstellen konnte. Während ich mir „Anchorman 2“ ansah, hat sich Linus so ziemlich jede Folge von „Big Bang Theory“ reingezogen. Die Kinder waren von dem Programm so gefesselt, dass sie nicht einmal aufgestanden sind – zum Klo oder so. Geschlafen haben sie erst recht nicht. Dann gab es auch noch ständig was zu essen und zu trinken – also die acht Stunden hatten wir mal eben so weg gesteckt.
In JFK angekommen wurde es dann etwas hektischer. Wir mussten ja unseren Anschluss nach Chicago bekommen. Beim Aussteigen hat uns direkt ein netter Flughafenmitarbeiter abgefangen und uns die roten „priority tickets“ in die Hand gedrückt, mit der wir die kurze Customs-Schlange nehmen durften.
Die war auch kurz (nur zwei Passagiere vor uns), aber der Customs-Beamte ließ sich mit jedem aber so richtig Zeit. So langsam stieg mit dem Blick auf die Uhr die Nervosität in uns auf. Schaffen wir den Anschluss noch? Mit uns hat er sich dann auch noch sehr lange und nett unterhalten. Eigentlich hatten wir es ja eilig, aber der Mann mit dem Stempel hat „die Macht“ und das letzte Wort für die Einreise. Da hat man ja schon so einiges gehört, was passieren kann, wenn man irgendeinen Fehler bei den Einreiseformalitäten gemacht hat. Das soll ja angeblich auch schon mal in eine sofortige Heimreise enden können. Da  wollten wir seine gute Laune natürlich nicht durch drängeln gefährden. Wir mussten dann noch unsere Koffer vom Band holen und neu abfertigen. Das war allerdings eine sehr einfache Nummer, denn der Weg zu unserem Gate führte an einem weiteren Flughafenmitarbeiter vorbei, der uns abfing und unser Gepäck entgegennahm. Ein kurzer hoffungsvoller Blick des Wiedersehens auf unser Gepäck und ab dafür. Dann nochmal durch die Sicherheitskontrolle, wo wir trotz des Priority Tickets zwar wieder bevorzugt behandelt wurden, was aber nicht unbedingt auf eine kurze Schlange hat hoffen lassen. Es wurden seeeehr viele Leute bevorzugt behandelt. Am Ende kamen wir etwa 10 Minuten nach der angegebenen Boarding Time am Gate an – um dann festzustellen, dass sich unser Anschlussflug um 20 Minuten verspätet.
Sogleich in den Flieger eingestiegen ging es auch dort mit dem Multimedia-Programm weiter. Dieser Flug dauerte nochmal knapp zwei Stunden und dann waren wir endlich auf dem Flugplatz O’Hare angekommen. Dort haben wir unser Gepäck aufgenommen und sind dann schnurstracks zum Mietwagen-Schalter, um unser Auto abzuholen. Auf dem Weg dahin haben wir uns die Daumen gedrückt, dass wir wieder so einen großen SUV wie beim letzten Mal bekommen. Damals hatten wir einen Buick Enclave. Aber es kam anders: nämlich noch größer!
Jetzt mussten wir nur noch ca. 30 Minuten fahren und konnten in unser gebuchtes Motel fahren. Koffer auf’s Zimmer, kurze Zimmerinspektion (ok!) und dann ab in den gegenüberliegenden Diner zur Stärkung. Dann war der Tag – nach 17 Stunden auf den Beinen – auch „schon“ zuende.

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