Auszug aus der Lebensziel-Liste: "Flying in America" – checked

Heute hat Frank seine US-PPL-Validation abgeschlossen, also das Verfahren, um eine US-Fluglizenz – auf Basis seiner deutschen bzw. europäischen Lizenz – zu bekommen.
Dazu hatte er bereits vor Monaten einen entsprechenden Antrag ausgefüllt und an die amerikanische Flugsicherheitsbehörde, der FAA, gesandt. Dieser Antrag wurde von der FAA geprüft (die fragen wohl beim deutschen LBA nach) und daraufhin wurde ihm ein sogenannter Verification Letter zugefaxt.
Mit diesem Brief in der Hand muss man sich dann persönlich bei einem lokalen FAA-Büro vorstellen. Dort wird u. a. geprüft, ob man dem englischen mächtig ist. Anschließend erhält man eine vorläufige US-Fluglizenz und die endgültige (im praktischen Checkkartenformat) wird dann an die deutsche Heimatadresse gesandt.
Heute, am 18.7. hatte Frank den Termin bei der FAA am Flughafen DuPage. Der Flughafen liegt im Nordwesten von Chicago und war von unserem Motel aus ca. 40 Minuten entfernt. Der Termin war bereits um 7:30 Uhr. Also hieß es für alle: früh aufstehen und ab zum Flugplatz.
Wochenlang hatte Frank sich auf dieses Gespräch vorbereitet. Unter anderem hatte er ein weiteres Formular zur Vorbereitung auf das Interview ausgefüllt und Kopien von verschiedenen Dokumenten angefertigt … um diese dann im Motel zu vergessen.
Aber es lief alles erstaunlich glatt. Der FAA-Beamte war sehr nett und ist mit Frank durch das Formular gegangen und hat Ausfüllhinweise für jedes einzelne Feld gegeben. Er wollte nicht mal die Dokumente (Lizenz, Ausweis usw.) kopieren. „I have seen them“. Nach 45 Minuten hatte Frank seine vorläufige US-Lizenz in der Hand.

Sonja und die Kinder haben solange draußen gewartet, sich die Gegend angesehen und Sonja hat sich ein wenig mit dem Mietwagen vertraut gemacht. Als Frank von seinem Interview zurück kam, gab es den Bericht „Wir haben ein wenig das ‚Einparken‘ geübt.“ Der Satz war noch nicht ganz verklungen, da setzte Frank ein breites Grinsen auf, zog wortlos sein iPhone aus der Tasche und machte dieses Foto:

Es stellte sich aber heraus, dass die Parkübungen woanders stattgefunden hatten und dort auch mal Hindernisse in der Nähe waren.

Um in der USA aber nun fliegen zu können, muss man dort dann auch noch einen Überprüfungsflug mit einem Fluglehrer nachweisen, der alle zwei Jahre wiederholt werden muss. Das ist in Deutschland genauso, nur gilt dieser hier nicht. Man muss also mit einem US-Fluglehrer für mindestens eine Stunde in die Luft. Daher hatte Frank auch gleich einen Termin mit der ebenfalls am DuPage-Flugplatz ansässigen Fluschule „American Flyers“ vereinbart. Also fuhren wir direkt dorthin, wo man uns schon erwartete.
An dem Erscheinungsbild der Flugschule konnte man gleich erkennen, dass die Allgemeine Luftfahrt in der USA einen ganz anderen Stellenwert genießt, als bei uns. Alle Fluglehrer in Hemd und Krawatte, eine Lounge mit Self-Briefing-PC und Getränkeautomat, ein Flugsimulator im Unterrichtsraum usw. usw.
Nach einer kurzen Wartezeit wurde Frank dann von Elmer empfangen. Der war mit seinen schätzungsweise 60 Jahren wohl ein alter Hase. Er nahm Frank mit für die theoretische Einweisung, wo ihm im Wesentlichen die wichtigsten Bedeutungen der amerikanischen Luftfahrtkarte erklärt wurde. Danach ging es dann tatsächlich in die Luft und zwar mit einer Cessna 172 RG. Das Flugzeug hat ein Einziehfahrwerk und einen Verstellpropeller – alles Dinge, für die Frank noch kein Rating hatte. Aber mit Fluglehrer war das ja kein Problem – im Gegenteil: Nach dem Flug wurde ihm ein entsprechendes „Endorsement“ ins Logbuch eingetragen. Frank flog also eine Stunde mit Fluglehrer. Sie machten Übungen wie Steilkurven, Überziehübungen und Landungen auf einem nahegelegenen Flugplatz. War ganz schön anstrengend, nicht zuletzt die englischen Anweisungen und vor allem der Funk sorgten für Kurzweiligkeit. Frank hat in der ganzen Informationsflut sogar vergessen, Bilder vom Flug zu machen. Aber Elmer hat ein tolles „Nachher-Foto“ geschossen.

Gegen Mittag ging es dann mit dem Auto direkt in die City von Chicago (sch… auf die Parkgebühren), wo wir dann unser Sight-Seeing fortsetzten. Unter anderem haben wir Obamas Haus gesehen und die Skyline Chicagos bei Nacht. Und das sieht ungefähr so aus:

 

Danach fuhren wir wieder zum Motel um direkt wieder in die Betten zu fallen.
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