Wir sind einmal rum!

Den Samstag, unseren dritten Tag auf dem AirVenture in Oshkosh verbrachten wir zum großen Teil im KidVenture-Areal dieses Mega-Spektakels. Hier hatten die EAA-Leute einen Sack voll Aktivitäten für die jungen Gäste vorbereitet. Echt toll, was die hier alles für die Kiddies machen. Unter anderem konnten die Kinder an verschiedenen Stationsläufen teilnehmen. Es gab einen für „werdende Piloten“, wo man sein erstes Logbuch bei den verschiedenen Lernstationen über Navigation, Wetter usw. abstempeln lassen konnte und einen zweiten für „werdene Flugmechaniker“. Hier wurde den Kindern (und dahinterstehenden Vätern, mit der Ausrede der Übersetzungsnotwendigkeit, die aber eigentlich gar nicht notwendig war) an tollen Modellbauten erklärt, wie z. B. die Hydraulikbremse bei einer Cessna funktioniert und wie man die Bremsscheiben wechselt. Emelie hat an diesem Parcour mit Erfolg teilgenommen. Dafür gab es zur Belohnung einen Anstecker, einen Knarrenkasten und eine Urkunde, die Emelie bescheinigt, dass sie zu ihrer späteren Karriere als geprüfte Flugmechanikerin nach amerikanischem Gesetz zwei Praxisstunden angerechnet bekommen kann 😉

Währenddessen nahmen Sonja und Linus an einem der Hubschrauber-Rundflüge in der Bell über das AirVenture Gelände teil. Verhältnis Warte- zu Flugzeit etwa 70 : 5 (wobei 90:5 angekündigt waren).

Hinterher ging es für alle gemeinsam noch zum AirVenture-Museum der EAA, das auch auf dem Gelände steht.
Der Höhepunkt des Tages war jedoch die Night-Airshow mit anschließendem Feuerwerk. Die Warbirds absolvierten in der Dunkelheit ihr Kunstflugprogramm und waren dabei entweder mit besonders vielen Lichtern ausgestattet oder sprühten Feuer oder feuerten die an ihren Flügeln montierten Feuerwerksraketen ab. Wenn in Deutschland einer auf die Idee kommen würde, sich Feuerwerkskörper ans Flugzeug zu binden, würde der für verrückt erklärt oder gleich in die Klapsmühle gesteckt werden.

Am nächsten Morgen (Sonntag) starteten wir dann den vierten Tag in Oshkosh, den wir aber dort nicht zu Ende brachten. Die Karten für den Sonntag waren viel günstiger, als für die anderen Tage des Spektakels. Sonntag sollte der Familientag sein. Wir rechneten also mit regem Betrieb – immerhin sollten auch die Thunderbirds nochmal ihr Programm aufführen. Aber das Gegenteil war der Fall: Es war verhältnismäßig wenig Publikum da und viele der Flugzeuge und Camper hatten auch schon den Heimweg angetreten, genauso wie viele Aussteller.
Wir, d. h. Emelie, beendete zunächst den „Technik-Parcour“, den wir oben beschrieben hatten (ja, das war an einem Tag alles gar nicht zu schaffen) und sahen uns noch den nördlichen Teil des AirVentures-Areas an, den Warbird-Bereich.

Dann kam der erste, weltuntergangsmäßige Wolkenbruch, der uns in die Ausstellungshangars und in die Souvenir-Shops zwang. Dann kam der Zweite, der Dritte …
Das machte dann keinen Spaß mehr. Wir entschlossen uns daher, in unsere Herberge zurückzukehren, die Koffer zu packen und unsere Tour weiter fortzusetzen. Dann würden wir allerdings die Airshow verpassen, aber die hatten wir ja nun schon insgesamt dreimal gesehen.
Gesagt getan. Koffer gepackt, ausgecheckt und ab nach Chicago. Der Weg führte uns über den Kettle Morraine State Park (sind allerdings nur über den Scenic Drive gefahren) und über Milwaukee. Überall gab es für uns nur kurze Stopps, denn der Regen schien uns zu folgen. Wir endeten dann in einem Motel nördlich von Chicago, wo wir uns so langsam aber sicher auf unsere Heimreise einstimmten.

Am Montag ging es nach einem Besuch in „Emily’s Pancake House“ dann nochmal nach Chicago Downtown, ins Fashion Outlet und nach Monee, wo wir uns nochmal einen Airpark angesehen haben. Die letzte Station war dann ein Motel in der Nähe des O’Hare Flughafens wo wir nochmal unser Hab und Gut gesichtet, geordnet und für den morgigen Flug gepackt haben.
Besonders erwähnenswert wäre vielleicht, dass wir durch die intensive Anwendung unserer Englischkenntnisse in den letzten Tagen wohl haben vergessen wie zu sprechen däutsch.

Dies ist somit der vorletzte Beitrag in unserem Blog. Morgen werden wir einen langen und anstrengenden Flug und sicher keine Zeit haben, hier was zu posten. Aber wie immer folgt noch ein letzter Beitrag von uns, wenn wir wieder daheim sind – mit der beliebten „Statistik“.

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