Heading to Oshkosh

Am Montagmorgen ging es dann direkt weiter mit dem Mietwagen nach Oshkosh. Die ungefähr dreistündige Fährt verlief ohne Probleme und wie man es hier so kennt – immer geradeaus. Ich liebe die amerikanischen Autos und die breiten Straßen auf der sie unterwegs sind.
Am Gelände angekommen führten mich Hinweisschilder zur „Camp Scholler Registration“. Camp Scholler – so heißt hier das riesige Areal neben dem Flugplatz, auf dem sich jedes Jahr tausende von Campern, Wohnmobile und Zelten tummeln – dieses Mal bin ich mit von der Partie. Bei der Anmeldung erhalte ich zwei Pappschilder für Zelt und Auto und ein „Enjoy your stay“. Es dauert etwa 20 Minuten bis ich noch ein leeres Plätzchen gefunden habe – am äußersten Ende des Campgrounds. Aber das ist kein Problem, denn die Shuttle – gelbe Schulbusse – holen einen hier an jeder Ecke ab und bringen einen zum Flugplatz.
Das Zelt war schnell aufgebaut – etwas schief, aber egal. Das Auto steht direkt nebenan – als Safe für die Klamotten und als Schutz, falls das Wetter mal ungemütlich werden sollte.
Nun aber los. Dieses Mal noch zu Fuß laufe ich zum Festivalgelände. Mein schwarzes Eintrittsarmband mit der Aufschrifft „Adult Week“ hatte man mir schon bei der Camp Registration gegeben.
Mittlerweile war es schon nach Mittag. Das Erste was ich mir vorgenommen hatte war es, mir ein Original AirVenture T-Shirt und Hut zu besorgen, denn beim letzten Mal fasste ich den Entschluss etwas spät und es war nichts mehr in der Größe vorhanden. T-Shirt und Hut – checked.
Die nächste Station war das International Visitors Tent. Dort habe ich mich schon mal für  das „International Visitors Dinner“ am Freitagabend angemeldet.
Danach blieb noch etwas Zeit zum Schlendern und dann ging auch schon die Airshow los. Jetzt bereue ich, den Klappstuhl – den ich dafür ja extra besorgt hatte – vergessen zu haben.
Nach der Airshow startete das Konzert mit den Barenaked Ladies – super! Und im Anschluss daran, gab es direkt gegenüber noch das „Hot Air Balloon Night Glow“, bei dem in der mittlerweile schon einsetzenden Dämmerung ein paar Heißluftballons aufgebaut wurden, die alle gemeinsam ihre Brenner einschalteten – ein toller Anblick.
Jetzt hatten wir schon beinahe 22:00 Uhr und ich trat den Heimweg an. Der Bus brachte mich fast vor die Haustür. Aber die Taschenlampe für den Heimweg mitzunehmen, war eine gute Idee.
Zähneputzen vor dem Zelt – das Waschhaus war mir zu weit weg – und dann ab in den Schlafsack. Der Aufenthalt hier fing schon mal prima an.

In der Nacht habe ich sehr gut geschlafen – sogar mehrmals. Es war nicht der Rücken, der mich gelegentlich weckte, sondern der Generator des Nachbarn. Obwohl in dem Bereich, in dem ich campe, die Dinger eigentlich verboten sind – und auch sonst überall nicht länger als 22:30 Uhr betrieben werden dürfen – hindert die Leute hier nichts daran, die Dinger einfach die ganze Nacht durchknattern zu lassen. Oropax auf Einkausliste setzen – checked.
Um 5:30 bereits auf den Beinen, husche ich zum Waschhaus in der Hoffmung, dass da noch nicht so viel Betrieb ist. Die Idee hatten viele! Es ging dann aber doch sehr zügig. Komfortabel ist natürlich was anderes – aber es funktioniert.
Die Stromversorgung wird noch eine große Herausforderung werden (wenn man wie ich keinen Generator im Koffer hatte) – es gibt zwar viele Stellen mit Steckdosen und Ladestationen, aber um meinen BatteryPack zu laden (den ich letzte Nacht mit iPhone und iPad leergezogen hatte) braucht es mehrere Stunden. So lange kann ich nicht warten und möchte das auch nicht unbeaufsichtigt lassen. Da muss ich mir noch was überlegen.
Auf dem Rückweg zum Zelt schnappe ich mir noch ein Exemplar der AirVenture-Tageszeitung, die überall kostenlos ausliegt und beobachte 5 P-51, die ihren Formationsflug für heute Nachmittag wohl genau über meinem Zelt üben.
So jetzt werde ich die WiFi-Hütte, die auf meinem Weg zum Gelände liegt wieder verlassen und ersteinmal frühstücken gehen.

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