10 Gründe für einen deutschen Piloten in die USA auszuwandern

Wenn man den Fehler begeht, die Fliegerei in den USA mit den deutschen Rahmenbedingungen zu vergleichen, kann einem das echt Tränen in die Augen steigen lassen. Je mehr man sich mit der Fliegerei in der USA beschäftigt, desto mehr Vorteile gegenüber unserer Welt findet man.

Man würde sich solche Verhältnisse sicher auch gerne für Deutschland oder Europa wünschen, doch da ist man in meinen Augen noch sehr weit von entfernt. Wahrscheinlich werden wir nie in die Nähe dessen kommen, was die Amerikaner uns vormachen. Wer die Vorteile des Flieger-Traumlandes USA persönlich genießen möchte, dem bleibt dann doch wohl nur das Auswandern – oder ausgiebige Fliegerurlaube – in die USA.

Im Folgenden habe ich mal meine persönlichen TOP 10 Gründe, warum man als deutscher Pilot in die USA auswandern sollte , aufgeführt 😉

Euch fallen noch mehr Gründe ein? Dann her damit. Schreibt einfach einen Kommentar zu diesem Beitrag.

Platz 1: Fliegen wann man will

Die US-Lizenz beinhaltet standardmäßig die Nachtflugberechtigung. Somit braucht man sich über die Frage des Sunsets schon mal weniger Sorgen machen. Alle Flugplätze haben rund um die Uhr geöffnet und verfügen oft auch über eine durch den Piloten aktivierbare Runway-Beleuchtung.

Platz 2: Keine Landegebühren

In der Regel werden keine Landegebühren erhoben. Da braucht man gar nicht viel erklären – einfach spitze. Wie machen die das?

Platz 3: Es ist viel günstiger

Die Fliegerei in Amerika ist einfach günstiger als bei uns in Deutschland. Das hat m. E. nicht nur mit dem billigeren Spritpreisen zu tun, sondern auch mit den geringeren Auflagen, die man Flugzeug-Besitzern oder allgemein der Luftfahrtindustrie auferlegt (ohne allerdings die Sicherheit damit zu vernachlässigen).

Platz 4: IFR für jedermann

Vermutlich gerade wegen den geringen Kosten ist das Instrumentenfliegen in der USA sehr viel verbreiteter als bei uns. In den USA halten über 60% aller Privatpiloten auch ein IFR-Rating, sehr viele Flugplätze halten eine entsprechende Infrastruktur vor. Das macht die ganze Fliegerei dort in meinen Augen auch sicherer als bei uns. Ein weiter Unterschied zu uns: In den USA darf man auch ohne Autopilot alleine unter IMC-Bedingungen fliegen (bei uns nur mit Autopilot oder zweitem Pilot mit AZF).

Platz 5: Oshkosh!

Das alljährlich stattfindende Airventure in Oshkosh, Wisconsin, ist die weltweit größte Veranstaltung in der Allgemeinen Luftfahrt. Jedes mal kehren über 10.000 Flugzeuge dort ein und machen den Tower des Wittman Regional Airports eine Woche lang zum „World’s busiest control tower“. Am Fliegerstammtisch in meinem Verein hieß es: „Da muss jeder Pilot einmal in seinem Leben gewesen sein“ – und das ist komplett falsch. Da muss man so oft hin, wie es geht!

Platz 6: Community

Apropos Verein. Die Fliegergemeinde in den USA ist riesig und durch verschiedene, sehr große Organisationen und Verbände wie z. B. EAA oder AOPA sehr gut organisiert. Diese Verbände vertreten die Community auch in der Gesetzgebung und das – wohl aufgrund der Masse an Mitgliedern, die hinter ihnen stehen – oft mit sehr großem Erfolg. Ich habe den Eindruck, dass sich diese Verbände auch gegenseitig unterstützen und nicht wie in Deutschland manchmal gegenseitig auf die Füsse treten.

Platz 7: Sicherheit vor Lärmschutz

Als ich bei meinem ersten BFR in den USA eine Platzrunde um eine kleine Siedlung, die quasi direkt neben der Runway lag, fliegen wollte, fragte mich der Fluglehrer was das denn soll? Auf meine Antwort „Noise avoidance?“ wurde ich ganz schön verblüfft angeschaut. Verbunden mit der Bitte, dann jetzt doch mal in den Downwind (genau über die Siedlung!) einzuleiten, denn es wäre ja wohl wichtiger, dass ich im Notfall die Piste erreichen kann, als der Lärmschutz für die Bewohner, die sich das Grundstück selbst ausgesucht haben.

Platz 8: Mehr Service für’s Geld

Den Piloten wird in der Regel eine bessere Infrastruktur und mehr Serviceleitungen an den Flugplätzen geboten. Angefangen von den zahlreichen FBOs mit kostenlos nutzbaren Lounges und Briefing-Plätzen bis zu den teils ebenfalls kostenlosen Courtesy Cars, die man sich vor Ort für eine Spritztour am Boden einfach ausleihen kann.

Platz 9: Civil Air Patrol (CAP)

Die amerikanische Feuerwehr der Lüfte. Hier engagieren sich über 60.000 ehrenamtliche Mitglieder im Such- und Rettungsdienst und im Katastrophenschutz. Feuerwehrmann und Pilot zur gleichen Zeit sein – wo gibt es schon so etwas? Mehr darüber findet Ihr in diesem Artikel.

Platz 10: Wer hat’s erfunden?

Die Schweizer? Nee nee, die Motorfliegerei haben wir den Gebrüdern Wright und damit den Amis zu verdanken. Und ich glaube, die Amerikaner sind zu Recht stolz darauf und haben daher einen ganz anderen, positiveren Bezug zur Fliegerei als hier in Europa.

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